Ausrüstung fürs Taekwondo: Was wird wann gebraucht?

In diesem Beitrag
Wenn ein Kind mit Taekwondo beginnt, müsst ihr nicht sofort eine komplette Ausrüstung kaufen. Die Ausrüstung kommt Schritt für Schritt dazu – je nachdem, welche Aufgaben im Training dazukommen.
Am einfachsten orientiert ihr euch deshalb nicht an einer langen Einkaufsliste, sondern daran, wo euer Kind gerade im Training steht.
Einkaufsplan
Die Ausrüstung wächst mit dem Training.
Vom Probetraining bis zum Turnier: acht Etappen in der richtigen Reihenfolge.
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01 Probetraining
Noch nichts kaufen
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02 Dobok
Die erste eigene Taekwondo-Ausrüstung
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03 Persönlicher Schutz
Tiefschutz, Mundschutz, Unterarm- und Schienbeinschutz
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04 Eigener Helm
Sinnvoll bei regelmäßigem Sparring
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05 Eigener Hogu
Später für regelmäßiges Sparring sinnvoll
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06 Trainingslager
Je nach Veranstaltung mehr eigene Ausrüstung
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07 Turnier
Erst die Ausschreibung prüfen
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08 PSS / E‑Socks
System und Generation müssen passen
Etappe 1. Probetraining
Für die ersten Probetrainings braucht ihr keine Taekwondo-Ausrüstung. Es reichen:
- bequeme Sportkleidung;
- Schlappen oder Hausschuhe;
- eine kleine Flasche Wasser.
Trainiert wird barfuß. In dieser Phase geht es zuerst darum, das Training kennenzulernen.
Etappe 2. Der erste Dobok
Nach der Anmeldung ist ein klassischer weißer WT-Dobok normalerweise die erste Anschaffung. Entscheidend sind Bewegungsfreiheit, die richtige Größe und die zum Gürtelgrad passende Kragenfarbe – nicht der höchste Preis.
Modelle und Größen fallen je nach Hersteller unterschiedlich aus; etwas Wachstumsspielraum ist sinnvoll, solange Ärmel und Hosenbeine die Bewegung nicht behindern. Hinweise zu Größe, Schnitt und Kragen findet ihr im Dobok-Ratgeber.
Etappe 3. Persönlicher Schutz
Wenn das Kind mit Partnerübungen und den ersten Sparring-Übungen beginnt, braucht es persönlichen Schutz:
- einen Tiefschutz;
- einen Mundschutz;
- einen Unterarmschutz;
- einen Schienbeinschutz.
Diese Schützer sollte jedes Kind selbst haben: aus hygienischen Gründen und weil sie individuell passen müssen. Einen fremden Mundschutz solltet ihr nie benutzen.
Alle Schützer sollen fest sitzen, ohne einzuschneiden oder bei schnellen Bewegungen zu verrutschen.
Etappe 4. Der eigene Helm
Für die ersten Sparring-Einheiten stehen im Verein Helme bereit. Wenn ein Kind regelmäßig sparrt, kann später ein eigener Trainingshelm sinnvoll sein. Er enthält keine Elektronik, passt verlässlich, sitzt jedes Mal gleich und wird nur von einem Kind getragen.
Im Training des Vereins ist ein eigener Helm nicht Pflicht.
Etappe 5. Der eigene Hogu
Auch Hogus, also Kampfwesten, gibt es im Verein. Ein eigener Hogu fürs Training ist deshalb keine Anschaffung für den Einstieg.
Bei häufigem Sparring oder für Trainingslager kann ein eigenes Modell später praktisch sein, weil Größe und Sitz immer gleich bleiben. Elektronische Westen gehören nicht in diese Etappe.
Dieses Modell enthält keine Sensorik und ist für das Training gedacht.
Etappe 6. Trainingslager
Bei Sparring-Seminaren, Trainingslagern oder zusätzlichen Trainings kann weitere eigene Schutzausrüstung verlangt werden. Was mitgebracht werden muss, steht in der Ausschreibung oder Packliste der jeweiligen Veranstaltung.
Prüft diese Angaben einige Tage vorher, damit fehlende Teile noch ausgeliehen oder passend besorgt werden können.
Etappe 7. Das erste Turnier
Vor dem ersten offiziellen Turnier ist die aktuelle Ausschreibung verbindlich. Je nach Alters- und Leistungsklasse gelten unterschiedliche Anforderungen an Helm und Schutzausrüstung.
Prüft besonders, welches PSS verwendet wird und was der Sportler selbst mitbringen muss. Den gesamten Ablauf und die Packliste erklärt unser Ratgeber zum ersten Turnier.
Etappe 8. PSS und E‑Socks
Elektronische Socken, kurz E-Socks, gehören nicht zur Grundausrüstung fürs Training. Sie werden erst benötigt, wenn ein Turnier ein elektronisches Wertungssystem, das PSS, einsetzt.
Der Sportler bringt die zum konkreten System und zur richtigen Generation passenden E-Socks mit. Den elektronischen Helm und die elektronische Weste stellt bei Turnieren immer der Veranstalter bereit.
Welche Socken für Daedo oder KPNP passen, erklärt der PSS-Ratgeber.
Im Zweifel kurz fragen. Wenn ihr schon ein bestimmtes Modell gefunden habt und nicht sicher seid, ob es passt, schickt dem Trainer einfach den Link oder ein Foto.
Das gilt besonders für Helm, Hogu und elektronische Socken. So kauft ihr nicht das falsche Modell.
Grundsatz: Kauft erst, wenn etwas wirklich gebraucht wird – nicht auf Vorrat.